Anlässlich des 150. Geburtstages von Gustav Nagel am 28. März 2024 brachten Christine Meyer aus Arendsee und Steffen Siegert aus Uelzen ein 237 Seiten umfassendes Buch zu den Liedern und Kompositionen des Lebensreformers heraus. Da es sich um Handkopien handelt, wurden lediglich 35 Exemplare gefertigt. Im Rahmen einer in Arendsee stattfindenden Festveranstaltung wurden einige dieser Exemplare den Nachkommen der Familie Nagel, den Bürgermeistern von Arendsee und Salzwedel, dem sehr löblich erwähnten Archiv von Arendsee sowie weiteren Persönlichkeiten und Institutionen übergeben.

Gustav Nagels Lieder, Liedtexte und Kompositionen sind bisher weitestgehend unbekannt. Das lag und liegt nicht zuletzt daran, dass die meisten davon sowohl zu seinen Lebzeiten wie auch danach kaum über den lokalen Rahmen hinaus gespielt und äußerst selten in größeren Medien gedruckt wurden. Die hier vorgelegte erste Sammlung der Lieder und Kompositionen Gustav Nagels zielt darauf, das gesamte den Autoren diesbezüglich vorliegende Material unterzubringen. Neben dem Privatarchiv von Christine Meyer waren in mehrjähriger Arbeit weitere Archivforschungen notwendig, um insgesamt 35 Lieder, die mit Noten, und 45 Lieder, die ohne Noten vorliegen, ausfindig zu machen.

Diese Liedersammlung zu einem Lebensreformer dürfte im deutschsprachigen Raum einzigartig sein. Darüber hinaus handelt es sich für Christine Meyer um ihr Alterswerk; ohne ihr Archiv und ihre Übersetzungsleistungen wäre es Steffen Siegert nicht möglich gewesen, es zu erstellen. Die Autoren sehen in der Sammlung ein mehr als nur lokales Arbeitsbuch. Es ist Teil des lokalhistorischen Kulturgutes, das sich durch aktive Erinnerungskultur belebend weiter auszudifferenzieren vermag.

Inzwischen kann im Internet auf YouTube Gustav Nagels Lied „O du schöner Arendsee“, vorgetragen vom Frauenchor Arendsee, angehört werden.

Gustav Nagels (s) liderhalle

Eine erste Sammlung seiner Lieder und Kompositionen von Steffen Siegert und Christine Meyer 237 Seiten 35 Handkopien erschienen im März 2024 in Arendsee

Das Buch ist mittlerweile vergriffen, kann aber in Arendsee in der Bibliothek bzw. im Stadtarchiv Arendsee eingesehen werden.

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